Festschrift zur 850 Jahrfeier in Eberspoint

850 Jahre Eberspoint 1144 bis 1994 !?

Chronik von Eberspoint

Als Eberspoint um das Jahr 1145 erstmals urkundlich im Traditionsbuch des Klosters Aldersbach erwähnt wurde, hatte es bereits eine mehrere hundert Jahre währende Geschichte hinter sich. Die ersten Siedler im großen Urwald zwischen Vils, Bina und Rott waren wohl die Kelten, die auch den Flüssen ihre Namen gegeben haben. Reste ihrer Siedlungstätigkeit können in den Bodendenkmälern, z.B. der Burglochschanze bei Velden, vermutet werden. Die große Rodungs- und Siedlungszeit begann aber erst um das Jahr 700 n. Chr.. Damals waren die Agolfinger Herzöge der Baiern. Sie unterstützten die christliche Lehre und ließen die Glaubensboten fränkische, irische und schottische Mönche von ihren Stützpunkten, den Urklöstern aus das Christentum verkünden, das Land urbar machen und besiedeln. Ein solches Urkloster entstand in Münster bei Pauluszell, wahrscheinlich eine Zweigstelle des Klosters Ebersberg. Graf Eberhard, der Gründer des Klosters Ebersberg, hatte in unserer Gegend Ländereien, die er natürlich nutzen wollte. Holz gab es genug überall in Baiern; zum Leben und zum Handel brauchte man aber Feldfrüchte und Vieh. Die Siedler - in unserer Gegend gab es zu wenige - kamen aus dem Raum Ebersberg und Freising, weitere wurden aus dem Hunsrück und dem Land an der Mosel auf Geheiß des Frankenkönigs in das Vilstal "versetzt". Der Ursprung Eberspoints ist Alteberspoint. Ein gewisser "Nithart" begann dort vor etwa 1200 Jahren zu roden und einen Hof zu bauen. Zum verbrennen von Wied und unbrauchbarem Holz wurde abseits des Hofes eine Brandstatt eingerichtet. Die Rodung wurde so groß und auch die Familie des Nithart vergrößerte sich, so daß man zwei Höfe bauen mußte. Später hießen sie "beim Nitzl" (Nithart) und "beim Brandstetter" (Brandstatt). Die Sippe des Nithart vergrößerte sich und machte neues Land urbar. So entstanden Eberspoint und die meisten umliegenden Weiler und Einödhöfe. Dann kam die Zeit der Ungarn-Einfälle in Niederbaiern. Von 911 bis 955 (Schlacht auf dem Lerchfeld) überfielen, brandschatzten und beraubten Horden berittener Ungarn unbefestigte Dörfer, Anwesen und Weiler. Graf Eberhard von Ebersberg, der immer noch mit unserer Gegend vom fränkischen König belehnt war, unterstützte die Siedler beim Bau von Befestigungsanlagen. Waren es zunächst nur Pallisaden, die mit Rutengeflecht verstärkt waren, so waren es später feste Steinmauern. So entstand auch die Burg Eberspoint. Im Jahr 934 n.Chr. steht die Burg auf einem künstlich erhöhten Hügel östlich der heutigen Kirche.Von diesem Graf Eberhard kommt der Name "Eberspoint": die befestigte Flur (Point) des Eberhard. Um 903 war das Gebiet südlich der Vils um Velden und damit auch Eberspoint dem Hochstift Regensburg geschenkt worden. Sicher war bereits damals ein Verwalter der Güter des Bischofs eingesetzt. Hatte er seinen Sitz in Velden oder Eberspoint? Wir wissen es nicht. 1145 taucht der Name des Ritters Sieghard von Eberspoint (miles Sighardus de loco qui dicitur Eberespuinte) auf. Er stand im Dienste des Bischofs von Regensburg, des Klosters St. Emmeran und des Königs. Neben den Besitzungen an der Vils wurde ihm 1187 die Bewachung und Verwaltung des Weinbergs bei Wartenberg übertragen.Hofmark Eberspoint Sieghard und seine Nachfolger waren politische Männer. Sie mußten sich in den folgenden Jahrhunderten mehrmals auf unterschiedliche Landesherren einstellen: Einmal war es der Bischof von Regensburg, dann der Herzog und umgekehrt. Nur Politiker sind fähig, ihr Fähnchen immer nach dem Wind zu drehen und ihren Besitzstand und ihr Ansehen so zu mehren. So wurde Eberspoint um 1410 Hofmark, zu dieser Zeit ist es jedenfalls belegt. Ein Hofmarksherr hatte im Auftrag seines Landesherrn Steuern einzutreiben, junge Männer zu rekrutieren und Polizeigewalt auszuüben.1475 kam in Eberspoint auch die niedere Gerichtsbarkeit dazu. Das bedeutet, daß nur die Bestrafung todeswürdiger Verbrechen, wie Mord, Notzucht, schwerer Diebstahl und Straßenraub, dem Landesherrn vorbehalten war. Alle übrigen Rechtssachen blieben der Grundherrschaft überlassen. Die Hofmark Eberspoint umfaßte nicht nur den Ort Eberspoint, sondern auch Velden, zeitweise auch Güter des Bischofs in der Gegend von Frontenhausen, Isen und Wartenberg. Das war recht einträglich, nicht nur was den Geldbeutel, sondern auch das Ansehen und den Einfluß betraf. Eberspoint hatte alle Kennzeichen eines Hofmarksdorfes: Ein Schloß, das mit Landesherren und eigenen Mitteln zum feudalen

Herrschaftssitz ausgebaut wurde, einen Gutshof, eine Brauerei und eine Mühle (Bachmühle?). Handwerker und Tagelöhner bewohnten "Sacheln" und Leerhäusl". Dieses blühende Gemeinwesen war leider auch verschiedenen Heimsuchungen ausgesetzt. Im Jahre 1438/39 wütete die Pest, der schwarze Tod, in Eberspoint. 1503 bis 1505 überschattete der "Landshuter Erbfolgekrieg" ganz Niederbayern. Schloß und Dorf Eberspoint wurden verwüstet und niedergebrant. Erst ab 1506 baute man Schloß und Dorf neu auf. Philipp Apian, der im Auftrag Herzog Albrecht V. um 1560 ganz Bayern in Landkarte und Beschreibung festhielt, spricht in Eberspoint von einer "arx magnifica", einer großartigen Burg. Eberspoint blieb auch von der neuen Lutherischen Lehre nicht verschont. Winkelprediger, Handwerker auf der Ster", Veteranen versuchten ab 1523 die neue Lehre zu verbreiten. Der Landesherr, der Grundherr und Bauern schritten scharf gegen die " Reformierten" und "Protestanten" ein. Manwar ja schließlich Untertan des Biscifs, und es ging einem gut. Was sollte man da eine neue Religion einführen.

Markt Eberspoint

Im Jahr 1588 wird Eberspoint "Markt" genannt. Damit verbunden war das Recht Märkte abzuhalten und noch weitere Privilegien. Dann kam 1618 der "30-jährige Krieg". Besonders in den letzten Kriegsjahren trieben die Schweden in unserem Gebiet ihr Unwesen. Sie versuchten eine Million Gulden aus dem Land herauszupressen, eine damals unvorstellbare Summe. Da das Geld nicht aufzubringen war, gingen Märkte und Dörfer in Flammen auf. Erst im Juli 1648 gelang es dem kaiserlichen Feldmarschall Piccolomini die Schwedengefahr einzudämmen. Am 24. Oktober zogen sich die Schweden wegen des Friedens von Münster/Westf. zurück und hinterließen ein völlig verwüstetes und zerstörtes Land. Es dauerte Jahrzehnte, bis Markt und Umland sich einigermaßen erholt hatten. Die Bevölkerung war durch Krieg, Pest und Cholera stark dezimiert, Hungersnot und sehr harte Winter taten ein übriges. Erst um 1720 zeigt uns ein Bild des Kupferstechers Michael Wening den wiederaufgebauten Markt. Im Jahr 1788 verlieh Kurfürst Theodor von Bayern dem Markt Eberspoint zwei Jahrmärkte. Der erste wurde am Montag und Dienstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, der zweite am Montag und Dienstag nach dem Dionysiustag abgehalten. Angeboten wurden neben Waren aller Art Pferde, Horn- und Klauenvieh. Den älteren Märkten der Umgebung, wie Velden Vilsbiburg passte das gar nicht, da ihre Einkünfte durch zusätzliche Markttage geschmälert wurden. Protest beim Herzog nützte jedoch nichts. Wann das Marktrecht in Eberspoint wieder erloschen ist, ist noch nicht bekannt. In späteren Quellen wird wieder von der "Hofmark Eberspoint" gesprochen.

Das neue Eberspoint

Ein tirfer Einschnitt in Leben und Bedeutung von Eberspoint war die Säkularisation. Ab 1802 wurden alle Kirchengüter vom Staat beschlagnahmt, die Herrschaft des Bischofs von Regensburg ging an den Bayernherzog über. Die Gerichtsbarkeit wurde zentralisiert, der Hofmarksrichter in Staatsdienste übernommen und versetzt. Der Brauer Michael Trappentreu aus Markt Schwaben kaufte Schloß und Gut Eberspoint für 12.000 Gulden vom Staat. Damit war der Grundstock für das neue Eberspoint gelegt. Trappentreu war ein sehr tüchtiger und rühriger Mann. Er ließ das Schloß abtragen bis auf die Kirche und den Kasten auf dem Schloßberg und baute die imposante Gebäudezeile vom "Bräu" bis zum "Schmid" zur heutigen Form um. Von den Ländereien des Schloßgutes verkaufte oder verpachtete er einen guten Teil an die ehemaligen Bediensteten des Pflegers, die ja mit der Auflösung der Herrschaft brotlos geworden waren. Das Vereinsleben begann zu blühen. 1854 wurde der älteste Verein Eberspoint, die "Kellerbergschützen", gegründet. Der Verfasser der Festschrift zum 50-jährigen Priesterjubiläum des Dr. Michael Seisenberger im Jahre 1907 schreibt: Die Schenke stand am Rande der Jetzigen Fahrstraße schräg gegenüber dem Schulhause und war verbunden mit einer alten "Schießstätte", deren Ziel vor dem Lugerhof aufgestellt war. Das Schulhaus war der Anbau an der Kirche. 1868 wurde die Wirtschaft samt Schießstätte aufgelöst und beim Wirt Bögl neu eingerichtet, weil in der Schloßschänke auch ein Tanzboden war und Anstoß erregte. Neben der Schule war sie nicht der richtige Platz für so eine Einrichtung. 1873 wird die "Freiwillige Feuerwehr Eberspoint" gegründet, 1889 entsteht die "Krieger- und Soldatenkameradschaft", früher "Krieger und Veteranenverein". 1899 gründen Bürger, die das Grüne (nicht politisch) Eberspoint erhalten oder wiederherstellen wollten, den Obst- und Gartenbauverein.

Der Schlosskasten als Kellerwirtschaft erfreute sich um 1900 wachsender Beliebtheit als Ausflugsziel aus nah und fern. Der Chronist der Seisenbergerischen Festschrift berichtet dazu:

"In früheren Zeiten war das gesellschaftliche Leben auf dem Kellerberg sehr rege, es rührte sich auch an Werktagen etwas und wahrlich, wenn man auch sogar Antialkoholiker (Bier-, Wein- und Schnapsfeind) ist, muß und wird man sagen: Der Eberspointer Keller hat seine Reize, er liegt wirklich schön, wird weithin gesehen und man hat von ihm aus, wie selten von einem Punkte, einen gleichzeitigen Blick auf die bayerischen Alpen und den bayerischen Wald - entsprechende Witterung - vorausgesetzt!"

 

...aus dem Buch Landkreis Vilsbiburg

Mit der Schenkung an Regesburg schließt die erste bestehende Epoche der Geschichte Veldens. Die folgende Periode unter Regensburgischer Herrschaft dauerte 900 Jahre, von 903 bis 1803. Zwar gehörte Velden auch in dieser Zeit zum Bistum Freising, aber die weltliche Obrigkeit verkörperte von da an der Bischof von Regensburg. Die Aufgabe, die Regensburgischen Güter mit geeigneten Bauleuten zu besetzen, deren Abgaben einzuziehen und abzuführen, übernahm schon bald der bischöfliche Probst im benachbarten Eberspoint, der sich pfleger nannte und ständig mit dem herzöglichen Pfleger von Vilsbiburg im Streite lag. Hinter dem Jahrhunderte langen Federkrieg stand der Herrschaftsanspruch des Hochstiftes Regensburg, das sich nicht zu Unrecht seit der Gründung von Vilsbiburg und der Organisation des Landgerichts eingeengt fühlte. Was den einfachen Bürger berührte, waren die vielfältigen Abgaben, die er aus seinem Anwesen aufbringen mußte: Neben herzoglichen Sondersteuern verschiedene Arten vo Gülten, Dienst- und Hauspfennige, Zustand- und Abfahrtgelder, und beim Tod des Hofinhabers oder Grundherrn die Todfallgelder. Hand- und Spanndienste, die sogenannte Scharwerk, kam an einzelnen Tagen noch hinzu. Eine stets drückend empfundene Abgabe war die Leibsteuer, die aus der Leibeigenschaft herrführte, der die Inhaber von Höfen des Hochstifts Regensburg unterworfen waren.

Da die Bürgerschaft >>in Leibeigenschaftssachen je länger je mehr übernommen wurde<<, kam es 1757 zu einem Aufruhr mit tätlichen Ausschreitungen gegen den Plegebeamten von Eberspoint und 1795 sogar gegen den eigenen Amtskamerer. Die tonangebenden Bierbrauer büßten damals ihren Zorn drei Tage lang im Landgerichtskerker in Vilsbiburg und eine Stunde auf dem Marktplatz in Velden, wo sie auf einer Bühne stehen und eine Tafel um den Hals tragen mußten mit der Aufschrift: >>Beleidiger der vorgesetzten Obrigkeit<<. Werkzeuge einer Gerichtsbarkeit, die nicht auf Besserung, sondern auf Abschreckung zielte, beherbergte auch das Amtshaus in Velden: Fußschellen, eine eiserne Halsgeige und einen mit Eisen beschlagenen Stock. Außer derLandgerichtsschranne war die Zollstation, deren Einkünfte der Mautner in Vilsbiburg verrechnete, eine Einrichtung, durch die die Herzöge in dem bischöflichen Reservat Einfluß gewannen. In derselben Absicht stärkten sie die bürgerliche Selbstverwaltung. Am Ende des 14. Jahrhunderts hatte sich die Bürgerschaft schon organisiert, wenn auch eine Urkunde darüber fehlt und der Titel >>Bürger<< als einziger Beweis dienen muß. Die Verleihung eines Wochenmarktes durch Herzog Heinrich den Reichen im Jahr 1410 bedeutet jedenfalls nicht eine erstmalige Marktrechtsverleihung. Die Bürgerschaft wählte einen Ausschuß von vier Mitgliedern, die sogenannten Vierer, die erstmals 1484 nachgewiesen werden können. Spätestens zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war dieser innere Rat um einen äußeren erweitert. Wiederholte Gesuche bescherten den Bürgern 1516 zwei Jahrmärkte am Michaelstag und in der Fastenzeit; einen dritten erhielten aiw trotz des Einspruchs der benachbarten Märkte Vilsbiburg, Geisenhausen, Dorfen und Erding im Jahr 1717, und weitere drei Jahrmärkte noch 1790. Die Jahrmarktverleihung von 1516 durch den Münchner Herzog war wohl ein Gunstbeweis für die im Landshuter Erbfolgekrieg gewonnenen niederbayerischen Untertanen; ebenso auch die Verleihung eines Wappens im gleichen Jahr. Der geteilte Schild zeigt oben stellvertretend für den bayerischen Landesherrn die weiß-blauen Rauten, unten stellvertretend für den geistlichen Grundherrn in einem von Gold und Silber gepaltenen Feld zwei schräg gekreuzte rote und grüne Schlüssel, von denen der letzte anstatt eines Bartes ein Kleeblatt trägt. Unmittelbarer als in diesem Siegelbild können sich die rivalisierenden Mächte nicht gegenüberstehen. Die Siedlung Velden zählte ähnlich den benachbarten Märkten im Spätmittelalter etwa hundert Häuser und ebenso viele Familien. 1830 waren es 167 Häuser, eine Pfarrkirche, ein Rathaus, ein Benefiziatenhaus, ein Schulhaus, ein Armenhaus, nicht weniger als sechs Brauereien und sechs Branntweinbrennereien, ein Weinhaus und zwei Bierwirtshäuser, eine Ziegelhütte und eine Mahlmühle an der Vils. Zahlreiche Brände haben zwar den alten Häuserbestand zerstört, zuletzt noch der große Brand von 1862, aber an der eigenwillig abgewinkelten Straßenführung im Markt hat das kaum etwas geändert, weil die Häuser im engen Bereich des Burgfriedens stets am alten Platz wieder aufgebaut wurden. Der Markt war offenbar nicht befestigt, wenn man nicht die Vilsniederung, über die eine äußere und innere Brücke führten, als Schutz betrachten will. Eine Wehr bildeten außerdem die in Städten und Märkten eng aneinander gebauten Häuser. Das über dem Vilstal gelegene Terrain um die Pfarrkirche heißt im Volksmund noch heute >>Vogtei<<, in Erinnerung daran, daß das bischöfliche Gut in seiner Mitte, wahrscheinlich der einstige Königshof, von einem weltlichen Vogt beschützt wurde. Ähnlich wie in Geisenhausen befand sich neben der Kirche eine Burg, die angeblich 1266 zerstört wurde. Darunter streckte sich etwa seit dem 14. Jahrhundert die Marktsiedlung aus, vom Flußlauf begrenzt. Die Dreischiffige Pfarrkirche, stilverwandt jener von Frontenhausen, wurde in den Jahrzehnten nach 1450 erbaut und den Heiligen Peter und Paul geweiht. Velden war schon 1205 Mittelpunkt einer ausgedehnten Pfarrei, die 1315 drei, später zeitweilig zwölf Filialkirchen umfaßte. Neben den Pfarrherren, unter denen sich Magister und Doktoren, auch die Adeligen von Seyboldsdorf und von Berchem, befanden, amtierten bis zu fünf Hilfsgeistliche. Manchen ihrer Namen nennen noch die Grabsteine an der Pfarrkirche. Ein Kostgänger des Pfarrers war schon 1594 der Schulmeister. Im 18. und 19. Jahrhundert residierten die Pfarrherren im nahe gelegenen Biedenbach. Sie feierten mit ihrer Pfarrei 1719 das neunhundertjährige und 1819 das tausendjährige Jubiläum der Kirchweihe, indem sie die Freisinger Schenkungsnotiz von 818 auf ihre Pfarrkirche bezogen. Pfarrer Hängl verfaßte 1819 sogar eine Festschrift, die er dem Kronprinzen, dem späteren König Ludwig I., widmete. Seine ureigenste Aufgabe, eine Stätte der menschlichen Begegnung und ein Umschlagplatz des wirtschaftlichen Fortschritts zu sein, erfüllt der Markt noch heute. Das Kreiskrankenhaus und das Altersheim, das Sankt-Johannes-Stift, beide 1907 entstanden, Einzelhandelsgeschäfte, Lagerhäuser und Eisenbahn, nicht zuletzt ein leistungsfähiges Straßennetz, dienen diesem Zweck. Der gotische Kasten auf dem künstlich angeschütteten Bergkegel nahe der Pfarrkirche Eberspoint war der letzte Rest des ehemals Hochstiftisch-Regensburgischen Pflegeschlosses Eberspoint. Von hier aus wurden die hier gelegenen Güter des Bischofs von Regensburg verwltet. Leider hat man das Bauwerk in blindem Unverstand vor einigen Jahrzehnten niedergerissen. Schloß Eberspoint und der Markt Velden nach Michael Wenig um 1720. Rechts oben auf dem Berg ist das ehemalige Pflegeschloß der Fürstbischöfe von Regensburg

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